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Judith von Halle

Aus AnthroWiki
Offiziell freigegebenes Webfoto von Judith von Halle
Offiziell freigegebenes Webfoto von Judith von Halle
Judith von Halle - Das Wort in den sieben Reichen der Menschwerdung
Verlag für Anthroposophie

Judith von Halle (* 1972 in Berlin) ist eine deutsche Autorin, Anthroposophin und Architektin (Dipl-Ing). Sie behauptet, seit der Karwoche 2004 die Wundmale Christi zu tragen und sich ausschließlich von Wasser zu ernähren. Der Umstand der Nahrungslosigkeit, welcher bei einer Stigmatisation häufig vorzukommen scheint, wird vielfach angezweifelt, scheint aber den Tatsachen zu entsprechen.[1]

Leben

Judith von Halle wurde als einziges Kind jüdischer Eltern geboren. Sie besuchte ein katholisches Gymnasium in Berlin und eine Schule in den USA. In Berlin studierte sie Architektur zunächst an der Hochschule der Künste, dann an der TU Berlin. Ihr Studium schloss sie 1998 als Diplom-Ingenieurin ab. 1997 kam sie mit der Anthroposophie Rudolf Steiners in Kontakt. Sie arbeitete als Architektin, war Mitarbeiterin des Rudolf-Steiner-Hauses in Berlin und hält dort und an anderen Orten seit 2001 Vorträge. 2002 heiratete Judith von Halle den Berliner Anthroposophen und Architekten Professor Carl-August von Halle, in dessen Büro sie zuvor gearbeitet hatte.[2]

Martin Kollewijn berichtet über das Auftreten der Wundmale bei Judith von Halle:

„An einer Mitarbeiterin des Rudolf-Steiner-Hauses in Berlin sind in der Passionszeit (...) des Jahres (2004) (in ihrem 33. Lebensjahre) die Stigmata, die Wundmale Christi, aufgetreten, die sich bis zum heutigen Tage nahezu unverändert erhalten haben. Nacheinander zeigten sich diese Wundmale zunächst an den Innenflächen der Hände, dann an den Handrücken einige Tage später an den Ober- und Unterseiten der Füße sowie unterhalb der rechten Brust. Sie entsprechen den Malen auf dem bekannten Auferstehungsbild von Matthias Grünewald (Isenheimer Altar). Die Wunden bluteten besonders in der Karwoche, insbesondere am Karfreitag und an den Freitagen zwischen Ostern und Pfingsten. (...) Durch das Ereignis der Stigmatisation ergab sich auch eine Umwandlung des gesamten physischen Organismus. Diese besteht in einer radikalen Verwandlung des Blutsystems, welches als physisch-geistiger Ausdruck des Ich alle Organe durchdringt und verbindet. Dadurch bedingt, zeigten sich eine Steigerung der Sensibilität der Sinneswahrnehmung und eine tief greifende Veränderung im Bereich der Ernährung. Nicht etwa als Ergebnis irgendeiner Askese, sondern durch eben jene leibliche Umgestaltung ergab sich die vollkommene Nahrungslosigkeit, die weder zu einem Gewichtsverlust noch zu anderen Einschränkungen oder körperlichen Beschwerden geführt hat. Der verwandelte physische Leib wehrt vehement jede irdische Nahrung ab. Nur Wasser kann in beschränktem Maß aufgenommen werden.“ (Lit.: Kollewijn)

Judith von Halle stellt die Berichte über ihre mystischen Erlebnisse in den Dienst der Anthroposophie. Gleichwohl ist sie von anthroposophischer Seite immer wieder starken Anfeindungen ausgesetzt. Jedes Jahr hält sie einige Vorträge vor Mitgliedern der anthroposophischen Gesellschaft. Diese bilden die Grundlage für eine Reihe von Veröffentlichungen, so "Und wäre er nicht auferstanden" von 2006 und "Vom Mysterium des Lazarus und der drei Johannes" von 2009. Ihre in anthroposophischer Terminologie verfassten Bücher sind inzwischen in mehrere Sprachen übersetzt.

Ende 2022 erschien Judith von Halles fünfbändiges Hauptwerk «DAS WORT in den sieben Reichen der Menschwerdung. Eine Rosenkreuz-Meditation». Beschrieben wird darin die Verbindung des Logos mit dem Menschen vom Urbeginn der Schöpfung bis zum Ende des siebenstufigen Entwicklungszyklus des Menschen und der Welt. Im Zentrum stehen die Mysterien der Gegenwart und nahen Zukunft. Viele der drängendsten Fragen der Gegenwart, an deren Beantwortung bis heute fast ausschließlich von naturwissenschaftlicher Seite gearbeitet worden ist, werden hier im Licht der übersinnlichen Erkenntnis erhellt. Darüber hinaus werden durch praktische Übungen auf den verschiedensten Feldern bisher ungekannte Mittel an die Hand geben, um entscheidende Entwicklungsschritte einzuleiten – zum Beispiel zum Aufbau einer neuen, unsterblichen Leiblichkeit und einer ätherisierten Erde inmitten einer sich weiter verhärtenden, von künftigen Katastrophen erschütterten materiellen Welt.[3]

Karmisches Schauen

„Derjenige, der solche Methoden auf sich anwendet, wodurch er lernt, in Gedanken ebenso intensiv zu leben, wie man sonst nur in den äußeren Sinneseindrücken lebt, der erlangt eine gewisse Fähigkeit, die darinnen besteht, daß er nicht nur im gegenwärtigen Augenblicke die Welt betrachten kann. Solche Übungen, welche dazu führen, daß man nicht nur im gegenwärtigen Augenblicke die Welt betrachten kann, müssen allerdings lange Zeit, je nach den betreffenden Anlagen des Menschen, in sorgfältiger und systematischer, eben in exakter Meditation und Konzentration ausgeführt werden. Manche Menschen bringen gerade in der gegenwärtigen Zeit die Fähigkeit, die man auf diese Weise ausbilden kann, schon bei ihrer Geburt mit. Das heißt, sie ist nicht gleich bei der Geburt so da, daß sie offenbar werden kann, aber sie tritt aus dem Inneren hervor in einem gewissen Zeitpunkte des Lebens, und man weiß, man hätte sich sie nicht im gewöhnlichen Leben erworben, wenn man sie nicht schon durch die Geburt mitgebracht hätte. Diese Fähigkeit besteht darin, daß man in den Gedanken drinnen so leben kann, wie man sonst durch seinen Körper in der sinnlichen Welt lebt.“ (Lit.: GA 218, S. 182)

Judith von Halle als anthroposophische Geistesforscherin

Helmut Kiene (anthroposophischer Arzt und Erkenntnistheoretiker) über Judith von Halle[4]:

"Man kann davon ausgehen, dass v. Halle eine souveräne Geisteswissenschaftlerin ist. Das bedeutet gerade nicht, dass ihre Darstellungen gläubig entgegenzunehmen wären. Es können ja im Einzelnen auch Irrtümer dabei sein."

Einen Bedarf bei der Erarbeitung spezifischer Forschungsfragestellungen hierzu hingegen ortet das unabhängige Organ für Mitglieder der Anthroposophischen Gesellschaft 'Ein Nachrichtenblatt' in folgendem Sinne:[5]:

"Ist in einer neuartigen, nicht-sinnliche Phänomene betrachtenden Forschungsrichtung [wie bei Judith von Halle, aber auch bei anderen] Irrtum möglich und wenn ja, wie? Wie wird bei der Überprüfung eines Zusammenhangs das Verhältnis von nicht-sinnlicher Wahrnehmung, Begriff und Wahrheitskriterium gesehen, was wird unter einer spezifischen Überprüfungstechnik verstanden?"

Nach einem Vorsichtsprinzip sollte man, wie in diesem Fall, Sorgfalt walten lassen, wenn man sich von anthroposophischen Ansprüchen an eine Erkenntnismethode entfernt, besonders, wenn dies unter dem Namen der Anthroposophie selbst passiert. Solche Achtsamkeit ist generell vonnöten, um geisteswissenschaftliche Forschungsergebnisse beurteilen zu können.

Zitate

Judith von Halle schreibt im Zusammenhang mit den Versuchungen Christi (hier durch Ahriman) folgendes: "Die Herausforderung Ahrimans war geradezu genial in ihrer Heimtücke. Ahriman fragte ihn nach dem Gewinn dieses Opfers. Er wies auf die Zukunft hin und entblätterte alles, was tatsächlich die Zukunft an Schlechtem bringen würde. Doch war es nicht die ganze Wahrheit, denn er zeigte Ihm die Zukunft nur von einer Seite, ließ die helle Seite der Entwicklung aus, so daß es im Grunde die Unwahrheit war. Und doch war all das, was er ihm zeigte, wahr. Ahriman zeigte Ihm den zukünftigen Undank der Menschheit, den Mißbrauch Seiner neuen Mysterien, die unchristlichen Taten der Menschen, die in seinem Namen Seine Lehre verkehren würden, Er musste die falschen Messiasse sehen. Er mußte die sich aus Resignation zurückziehenden Engelscharen schauen, Er nahm in seiner ganzen Tragik wahr, wie sich trotz Seines Opfers bei nur wenigen Menschen die notwendigen Geistorgane ausbildeten, wie der Christus-Impuls erst versank, dann willentlich ad absurdum geführt wurde. Er schaute die Irrlehren der Zukunft, wie sie sich wider den Geist kehrten und sah ganze Völker sich von ihm lossagen. Er schaute die Zerstörung seiner hingeopferten Glieder, die Zerstörung der Natur, der Erde, des Christus-Leibes selbst, und Er mußte schauen, wie sich alle abgefallenen Völker, die Völker geblieben waren, weil sie den Ich-Impuls nicht ergriffen und sich nicht in Einzel-Iche aufgegliedert hatten, wie all diese Völker sich gegenseitig vernichteten. Er schaute die verschwindend geringe Zahl derer, die am Ende der Erdenzeiten eine wahrhaft christliche Entwicklung durchlaufen hatten. (...)" (Judith von Halle: <<Und wäre er nicht auferstanden...>>>, Vlg. am Goetheanum, Dornach 2005, S. 131 - 132). „Die Bildung jener zwei unterschiedlichen Weltensphären erfolgt aber nicht erst im Augenblick der voneinander klar getrennt erscheinenden Lebenszustände nach dem großen Pralaya, sondern sie hat bereits begonnen – wovon sich der Initiant beim geistigen Betreten der bereits geschilderten Illusionsschicht im Stoffinneren (der Erde) überzeugen kann. Noch ist aber nicht entschieden, welche Gewichtung die eine gegenüber der anderen Weltensphäre in Zukunft haben wird. Denn es ist durchaus nicht ausgemacht, dass die sich zu einer höheren Daseinsstufe entwickelte Gruppe von Menschen-Ichen die Majorität bilden wird. Wäre dies nicht der Fall, schwänden für sie auch die Möglichkeiten dahin, den abgefallenen Teil aus eigener Kraft alsbald zu erretten. Diese kleinere Gruppe wäre in einem solchen Fall hingegen unermüdlich damit befasst, sich gegenüber den übergriffigen Impulsen des sich weiter ausbreitenden Wesensgebildes des abgespaltenen Teils zu behaupten, um das Ziel ihrer Lebensgeist-Entwicklung überhaupt erreichen zu können.“ (Judith von Halle, DAS WORT in den sieben Reichen der Menschwerdung, Bd. II, Vlg. für Anthroposophie, Dornach 2022, S. 770) Judith von Halle, "Die sieben Mysteriendramen Rudolf Steiners", S. 231: "So führt das Christus-gemäße Staunen zur Weisheit, das Mitleid oder Mitgefühl zur seelischen Schönheit, das Gewissen zur willenshaften Stärke - die Grundfesten des rosenkreuzerischen Geistestempels, in dessen "Innersten" eine besondere Wesenheit wohnt: Indem nämlich durch jene drei Seelenkräfte in ihnen Luzifer und Ahriman sowie damit auch ihr eigener Doppelgänger erlöst werden, weil ihre Eigentriebe verbrennen, senkt sich die Begegnung mit dem ätherischen Christus in ihre Seelen - die Schlussszene des siebenten und letzten Mysteriendramas und zugleich das Erreichen des heiligen Ziels des Initiationsschülers." "Wie eng ist das Tor und wie schmal der Weg, der ins Leben führt, und wenige sind es, die ihn finden!" (Mt. 7,14) Es bieten sich seit nicht allzu langer Zeit zwei gegensätzliche Entwicklungswege an. Der eine der beiden wird in der Populärkultur auch als "Highway to hell" (AC/DC) bezeichnet. Dieser Weg "ist aber schon jetzt, nach kurzer Zeit, über eine erstaunlich weite Strecke hin breit angelegt. Und je weiter und breiter er wird, desto geringer erscheint den Seelen daneben der andere, der sich nur noch wie ein unbequemer Pfad ausnimmt. Und da so viele Seelen den breiten Weg, auf dem ihnen allerlei groß erscheinende Persönlichkeiten bereits vorangeschritten sind, selbst ebenfalls betreten, droht der zweite Weg - noch kaum genutzt - schon von Unkraut überwuchert zu werden und gänzlich zu verschwinden." (Judith von Halle: Das WORT in den sieben Reichen der Menschwerdung. Eine Rosenkreuz-Meditation, Band III, Vlg. für Anthroposophie, Dornach 2022, S. 1293) Es ist aber der zweite Weg, der u. U. auch in vollster Seeleneinsamkeit, gegangen werden muß, ohne jede Rücksicht auf jene, die man meint unbedingt auf diesem Weg mitnehmen zu müssen, obwohl sie sich diesem Weg, aus Bequemlichkeit verweigern. Der Aspirant der weißen Loge "benötigt ein unverfälschtes Blut, ein nicht durch künstliche Mittel <<stabil>> gemachtes Herz, er braucht vorerst noch Luft, um seine Lungen zu betätigen, Wasser, um seinen Säftehaushalt zu versorgen, echte Nahrungsmittel (...) und vieles mehr. Nur in einem einigermaßen gesunden materiell-physischen Leib, der durch Elemente versorgt wird, denen geistiges Leben zugrunde liegt, kann er eine solche geistige Entwicklung durchmachen, die zur Heranbildung einer immateriellen Leiblichkeit führt." (Judith von Halle: DAS WORT in den sieben Reichen der Menschwerdung - Eine Rosenkreuz-Meditation, Band III, Vlg. für Anthroposophie, Dornach 2022, S. 1364). "In der Tat geht die Menschheit - entsprechend der großen Spiegelachse der Weltentwicklung - wieder größeren Umwandlungsprozessen der Erde entgegen. Vulkanausbrüche, Erdbeben, klimatische Veränderungen nehmen zu und werden sich weiter verstärken. Die Erdachse wird sich verschieben, die Magnetpole werden wandern. Kometeneinschläge werden kommen und alle die daran sich knüpfenden Katastrophen für das physisch-materielle Dasein auf Erden - so, wie es in der Apokalypse des Johannes geschildert ist -, bis hin zur Wieder-Vereinigung der Erde mit dem Mond und schließlich mit der Sonne. All diese Erscheinungen werden dazu beitragen, dass das Leben, so wie es der Mensch heute kennt, unmöglich wird. Begreift er jetzt, dass er durch Christus die Mittel erhalten hat, sich und seiner Erde zu einer neuen Daseinsform zu verhelfen, die dafür sorgt, dass er mit all (dem) und damit (...) dem äußeren Untergang doch selber nicht mit untergehen muss, dann wird er sich vor dem herannahenden Zukunftsszenario nicht zu ängstigen brauchen." (Judith von Halle: DAS WORT in den sieben Reichen der Menschwerdung - Eine Rosenkreuz-Meditation, Band III, Vlg. für Anthroposophie, Dornach 2022, S. 1426). "Denn den Veränderungen, die sich gegenwärtig am Erdenleib vollziehen, liegt nicht nur der durch den Menschen äußerlich befeuerte Klimawandel als Ursache zugrunde. Die Ursachen liegen im Geistigen bzw. im Un-Geistigen und damit in weitaus tieferen Schichten als der Erdoberfläche oder ihrer Atmosphäre." (Judith von Halle: DAS WORT in den sieben Reichen der Menschwerdung - Eine Rosenkreuz-Meditation, Band IV, Vlg. für Anthroposophie, Dornach 2022, S. 1636). "Nicht nur durch Schwärmerei und Phantasterei gehen den esoterischen Schulen der Weißen Loge heute viele Schüler verloren. Unter den fähigsten, die verloren gehen, sind gerade die <<klugen Köpfe>>, auf welche die Schulen angewiesen sind, weil sie die Aufgabe haben, die Menschheit zunächst durch denkerische Einsicht an die Schwelle zur Geist-Erkenntnis heranzuführen. Es ist wahr, dass ein großer Teil von potenziellen und tatsächlichen Schülern - und unter diesen, tragischerweise, auch die ursprünglich aussichtsreichsten - aus den ideellen Mitgliedsbüchern der Weißen Loge wieder ausgestrichen werden müssen. Denn derzeit ereignet sich unter dem Einfluß Ahrimans etwas, was geradezu unvorstellbar anmutet: Es wird so manches Mal die Bewußtseinsseelen-Tätigkeit mit der Hochblüte oder sogar der überreifen Frucht der ahrimanischen Denkschulung verwechselt. So sind gegenwärtig die esoterischen Schulen der Weißen Loge sehr, sehr ausgedünnt. Doch nicht nur dünnen sie aus, weil ihnen diejenigen, die von den ahrimanischen Infiltrationen unmittelbar betroffen sind, verloren gehen, sondern weil solche Menschen mit der Virtuosität ihrer Verstandesseelenkräfte großen Eindruck auf ihre esoterischen Mitbrüder machen und infolge dieses Eindrucks auch noch von den wenigen Übriggebliebenen weitere verloren gehen." (Judith von Halle: DAS WORT in den sieben Reichen der Menschwerdung - Eine Rosenkreuz-Meditation, Band IV, Vlg. für Anthroposophie, Dornach 2022, S. 1719). (Die Divina Commedia von Dante entstammt den Anregungen eines Christus-Initiierten). "Es brechen sich im Menschen pervertierte Neigungen, sadistische und masochistische Praktiken, ungehindert Bahn. Und sein von Ahriman beeinflusstes Denken wird die Pervertierung seines Fühlens rechtfertigen, indem es - wie zuvor angedeutet - die gesellschaftliche Anerkennung einer Sexualität einfordert und auch erhalten wird, die vom seelischen Empfinden gegenüber dem Anderen, ja erst recht vom Ich-haften Empfinden des Anderen, bewusst abgeschnitten ist. Es wird die Einführung eines verbrieften Grundrechts des modernen Menschen auf persönliche sexuelle Verwirklichung jedweder Art zur gesetzmäßigen Akkreditierung schwarzmagischer Praktiken hinleiten." (Judith von Halle: DAS WORT in den sieben Reichen der Menschwerdung - Eine Rosenkreuz-Meditation, Band IV, Vlg. für Anthroposophie, Dornach 2022, S. 1911). "Demütigung und hörige Unterwerfung sind hier die Grundprinzipien eines Ich-betäubten zwischenmenschlichen Umgangs, der nach dem Willen der asurischen Mächte die Bildung eines höheren spirituellen Gemeinschafts-Organismus der freien und selbstlosen Iche verhindern und ersetzen soll." (Judith von Halle: DAS WORT in den sieben Reichen der Menschwerdung - Eine Rosenkreuz-Meditation, Band IV, Vlg. für Anthroposophie, Dornach 2022, S. 1911). "Sobald nun das Ich-Bewußtsein in die neunte (Erd-)Schicht vordringt, stößt es auf Lähmung. Und so überwältigend und alles einnehmend dieser Zustand der Lähmung hier herrscht, so erheblich erscheint hingegen die plötzliche Dynamik der asurischen Mächte, sobald das Ich-Bewußtsein des Menschen in ihren Machtbereich eindringt, um es in diese Lähmung zu versetzen, um sozusagen die Lähmung bis zur Vollendung zu steigern. (Dennoch nimmt sich diese Dynamik, wie ein rasant anwachsender Entzug aller Dynamik aus - ein seltsamer Umstand, welcher der irdischen Sinneserfahrung unbekannt ist und nur vom übersinnlichen Wesen des Geistesschülers erfühlt werden kann). Es scheint, als biete das absolut Böse alles auf, um das Ich-Bewußtsein sofort und ohne das geringste Zögern in die Unbeweglichkeit mineralischer Dumpfheit zu zwingen, so dass es, überwältigt vom Gewahren der Intensität und Ansammlung des Bösen und von der Aussichtslosigkeit dieses Zustands in Schockstarre verfällt." (Judith von Halle: DAS WORT in den sieben Reichen der Menschwerdung - Eine Rosenkreuz-Meditation, Band IV, Vlg. für Anthroposophie, Dornach 2022, S. 1986). (Alle in der Apokalypse des Johannes beschriebenen Seins-Zustände werden eintreten). "Das in Christus initiierte Ich, das durch die Schule der siebenten Initiationsstufe gegangen ist und, von dieser Lehre erfüllt, in der achten Erdschicht bereits die ersten Schritte getan hat, um zum Helfer Christi zu werden, ist der vollständig altruistischen Leidensteilhabe mächtig geworden und durchlebt nun hier, unter der Geißel der Asuras, alle Leiden der Seelen, welche diesen aus ihren Boshaftigkeiten, Grausamkeiten, Geist-Verleugnungen und Liebe-Versäumnissen während des Erdenlebens entstanden sind. Im Untertauchen in dieses Reich der Abwesenheit lebendigen Geistes erlebt das Ich alle Leiden aller hier gefangenen Seelen. Erst später, wenn es nach Hause, ins vatergöttliche Reich der Wahrheit, eingekehrt ist, wird es sich darüber im Klaren, dass es das Durchleben sämtlicher Leiden aller dort festgehaltenen Seelen ausschließlich aus dem Grunde hat aushalten können, weil es in jenem Moment von der Weltenopfertat des Christus-Ichs umhüllt und durchdrungen war, desjenigen Wesens, das diese Marter in Seiner Weltenopfertat einst selbst, als Erster, ausgehalten hatte und dadurch den Menschensöhnen jene Anteilnahmefähigkeit grenzenlosen Umfangs ermöglicht hat." (Judith von Halle: DAS WORT in den sieben Reichen der Menschwerdung - Eine Rosenkreuz-Meditation, Band IV, Vlg. für Anthroposophie, Dornach 2022, S. 1987). "Seit dem Christus-Ereignis, durch welches die Bewußtseinsberührung mit dem Vater überhaupt möglich geworden ist, hat es wohl kaum mehr als ein, zwei Dutzend Menschen gegeben, die in ihrer einzelnen Wesenheit für das Menschheits-Ich genuggetan haben, indem sie sich an der Heilung dieser (9.) Erdschicht - nicht zuletzt durch Selbstaufopferung für zahlreiche einzelne dort gefangene Seelen - abgearbeitet haben. Dass die Menschheit heute von den größten apokalyptischen Plagen noch verschont ist, hat sie zu einem nicht unerheblichen Teil diesen Individualitäten zu verdanken. Und bis heute sind es von jenen Wenigen wiederum nicht einmal halb so viele, die in der Lage waren, dieses Martyrium auch noch über die begrenzte Frist einer Meditation hinaus, während eines großen Teils ihres täglichen Lebens auf sich zu nehmen." (Judith von Halle: DAS WORT in den sieben Reichen der Menschwerdung - Eine Rosenkreuz-Meditation, Band IV, Vlg. für Anthroposophie, Dornach 2022, S. 2016). "Von dieser Arbeit ist in der Menschheit bis heute wenig bekannt; nicht zuletzt, weil der Ungeist derer, die den Fortschritt der Entwicklung im Verlachen alles dessen zu erkennen glauben, was heute als <<mystisch>> abgetan wird, sich zum allgemeinen Gegen-Zeitgeist aufgeschwungen hat." (Judith von Halle: DAS WORT in den sieben Reichen der Menschwerdung - Eine Rosenkreuz-Meditation, Band IV, Vlg. für Anthroposophie, Dornach 2022, S. 2018).

"Die <<Hölle>> für nicht existent, für eine Erfindung, für Illusion zu halten und die stellvertretenden Sühneopfer der Initiierten für eine unzeitgemäße, ungesunde religiöse Praktik, ist die gefährlichste Einfalt der <<intelligenten>>, materialistischen, durch die rein naturwissenschaftliche Weltanschauung verblendeten Seele, die alles Seelisch-Geistige, mithin sich selbst, leugnet." (Judith von Halle: DAS WORT in den sieben Reichen der Menschwerdung - Eine Rosenkreuz-Meditation, Band IV, Vlg. für Anthroposophie, Dornach 2022, S. 2023). "Doch zog es (Sorat) in seiner Willensgestalt in die Tiefen der Erde ein, durch welche die in der achten und neunten Erdschicht eingelagerten Keime der Weltwerdekräfte dem Menschen zur Unzeit aufgedeckt worden wären, zu Zeiten, in denen das noch junge Ich-Bewußtsein die Untiefen seiner Freiheit noch nicht durchschaut hätte - wenn nicht Christus diesem Geschehen Einhalt geboten hätte. Gott werden sollte der Mensch nach dem soratischen Willen durch die ihm geschenkte Freiheit tatsächlich - aber ein schwarzer Gott! Eine ohne durch die Schmerzen des moralischen Gewissenswachstums zur altruistischen Liebe gereifte, gewaltige Willensmacht des Nicht-Seins!" (Judith von Halle: DAS WORT in den sieben Reichen der Menschwerdung - Eine Rosenkreuz-Meditation, Band IV, Vlg. für Anthroposophie, Dornach 2022, S. 2036).

"Schon längst sind die Weichen für geopolitische Umwälzungen ungekannten Ausmaßes gestellt (nicht zuletzt übrigens durch die fatale historische Entscheidung des gerade wiedervereinigten Deutschland im Herzen Europas, den Beitritt zum westlichen Verteidigungsbündnis zu vollziehen, anstatt Neutralität zu beanspruchen), die sich in kriegerischen Handlungen einer Menschheit niederschlagen werden, die im zeitgleichen Ringen mi zahllosen anderen Herausforderungen wie noch unbekannten Krankheiten, parasitischen Plagen oder Kontaminationen von Erde, Wasser und Luft, welche die Ernährungs- und Atmungsgrundlagen erschüttern werden, sich zu Brutalitäten bereitfinden wird, die alle gegenwärtige Vorstellungskraft übersteigt (...)" (Judith von Halle: DAS WORT in den sieben Reichen der Menschwerdung - Eine Rosenkreuz-Meditation, Band V, Vlg. für Anthroposophie, Dornach 2022, S. 2188 - 2189). "Es wäre die Aufgabe Europas, innerhalb der gegenwärtigen, fünften Kulturepoche dafür zu sorgen, dass keine Schwächung der Ost-Kräfte eintritt. Denn ein solches Gleichgewicht muss vorhanden sein, damit zum Beginn der sechsten Kulturepoche der dem gut-göttlichen Weltenplan dienende menschheitliche Kulturimpuls von Europa an den Osten übergeben werden kann. Stattdessen zeigt sich gegenwärtig eine Überbetonung des westlichen Prinzips, des schwarzmagisch beeinflussten westlichen Prinzips." (Judith von Halle: DAS WORT in den sieben Reichen der Menschwerdung - Eine Rosenkreuz-Meditation, Band V, Vlg. für Anthroposophie, Dornach 2022, S. 2207). (Gegenmaßnahmen der Weißen Loge) "Allein durch den Einsatz von Defibrillatoren, aber auch durch andere intensivmedizinische Maßnahmen sind bereits unzählige Menschen wieder zurück ins Leben geholt worden, die unter anderen Umständen verstorben wären. Nicht immer mag das im Sinne des Patienten sein. So manches Mal wird das Leiden todkranker Menschen über die Grenze ihrer natürlichen Lebensspanne hinaus künstlich verlängert. Und doch sind es auch diese hochtechnisierten Methoden der Notfall- und Intensivmedizin, aus denen die gut-göttliche Welt für das wahre Wohl der Menschheit auf ganz andere Weise Nutzen zu ziehen weiß: nämlich durch die von den Patienten erlebten sogenannten Nahtodeserfahrungen, bei denen die Menschenseele über den Erkenntnisabgrund, der zwischen Sinnes- und Geistwelt liegt, hinübergetragen und zur bewussten Wahrnehmung der geistigen Wirklichkeit und nicht selten zum Gewahren Christi in Seiner ätherischen Erscheinung erweckt wird." (Judith von Halle: DAS WORT in den sieben Reichen der Menschwerdung - Eine Rosenkreuz-Meditation, Band V, Vlg. für Anthroposophie, Dornach 2022, S. 2220). (Die Schwarzen Logen werden versuchen die Erdachse zu verschieben).



Werke

Judith von Halle: Die Christus-Begegnung der Gegenwart und der Geist des Goetheanum
Verlag für Anthroposophie

Siehe auch:

Literatur

  • Mieke Mosmuller: Stigmata und Geist-Erkenntnis. Judith van Halle versus Rudolf Steiner. Occident Vlg., Baarle Nassau 2008, ISBN 978-3-00-023291-6
  • Sergej O. Prokofieff: «Zeitreisen» - ein Gegenbild anthroposophischer Geistesforschung, Vlg. am Goethenaum, Dornach 2013, ISBN 978-3-7235-1500-6
  • Helmut Kiene: Wer war Johannes der Evangelist? Judith von Halles Beitrag zur Johannesforschung. In: Anthroposophie. Vierteljahresschrift zur anthroposophischen Arbeit in Deutschland Nr. 263, Ausgabe I/2013 (Ostern), S. 14 - 25
  • Helmut Kiene: Phantomleib, Stigmatisation und Geistesforschung. Judith von Halle und die anthroposophische Christologie, Verlag für Anthroposophie, Dornach 2013
  • Helmut Kiene: Zur Diskussion um Judith von Halle. In: Ein Nachrichtenblatt, vom 14.09.14, 4. Jahrgang, Nr. 17, S. 13 - 15
  • Wolfgang Garvelmann: Sie sehen Christus. Erlebnisberichte von der Passion und der Auferstehung Christi. Anna Katharina Emmerich, Therese Neumann, Judith von Halle. Eine Konkordanz. Verlag am Goetheanum, Dornach 2008
  • Peter Tradowsky: Stigmatisation - Ein Schicksal als Erkenntnisfrage, Verlag am Goetheanum, Dornach 2009
  • Michael Heinen-Anders: Aus anthroposophischen Zusammenhängen, BOD, Norderstedt 2010, S. 40 - 42
  • Michael Heinen-Anders: Aus anthroposophischen Zusammenhängen Band II, BOD, Norderstedt 2018, S. 46 - 47
  • Martin Kollewijn: Stigmatisation - Eine Mitteilung des Arbeitszentrums Berlin der Anthroposophischen Gesellschaft, Dezember 2004
  • Wolfgang Gädeke: Stigmatisation und Erkenntnis. Anmerkungen zu Evangeliendarstellungen und Schicksal Judith von Halles , Urachhaus, 2015, ISBN 978-3-8251-7918-2
  • Michaela Susanne Saladin: Meine Begegnung mit Judith von Halle. In: Ein Nachrichtenblatt, 12. Jahrgang, Sondernummer I vom 19. Februar 2022, S. 6 - 11
  • Helmut Zander: Halle, Judith von. In: Die Anthroposophie. Rudolf Steiners Ideen zwischen Esoterik, Weleda, Demeter und Waldorfpädagogik. Ferdinand Schöningh, Paderborn 2019, ISBN 978-3-506-79225-9

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Vgl. Peter Tradowsky: Stigmatisation - Ein Schicksal als Erkenntnisfrage, Vlg. am Goetheanum, Dornach 2009, S. 47 ff
  2. Kurzbiografie bei Anthro-Buch
  3. Angaben laut Verlagstext.
  4. Helmut Kiene: Phantomleib, Stigmatisation und Geistesforschung, Vlg. für Anthroposophie, Dornach 2013, S. 113
  5. Roland Tüscher: "Was ist Geisteswissenschaft, was nicht?", Initiative Entwicklungsrichtung Anthroposophie (Website), Nachrichtenblatt für Mitglieder, Nr. 9, 11. Mai 2014, S. 7
Dieser Artikel basiert auf einer für AnthroWiki adaptierten Fassung des Artikels Judith von Halle aus der freien Enzyklopädie de.wikipedia.org und steht unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike. In Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.