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Gläsernes Meer
Als gläsernes Meer wird in der Bildersprache der Apokalypse des Johannes das Mineralreich bezeichnet, das während der lemurischen Zeit entstand, als sich der Mond von der Erde trennte.
„Auf der Erde erst kam eine Entwicklungsstufe heraus als das Mineralreich. Wir haben hervorgehoben, daß es auf dem Monde noch kein Mineralreich gegeben hat. Auf Felsen hätte man auf dem Monde noch nicht herumgehen können. In derjenigen Zeit, wo die heutigen Menschen anfingen, ihre Menschheitsstufe durchzumachen, drangen aus dem Weltenkörper, der jetzt zwischen der Substanz des Mondes und der heutigen Substanz stand, die mineralischen Massen, die ersten Kristalle heraus. Das war der Augenblick, wo das Mineralreich hervorschoß. Und Sie finden dieses Hervorschießen in ganz einziger Weise in der Apokalypse des Johannes geschildert, wo er sagt: Da war es kristallisiert um den Stuhl herum wie ein gläsernes Meer. - Dieses «gläserne Meer» soll uns andeuten das Hervorschießen, das Hervorkeimen des Mineralreiches in seiner ersten Gestalt.“ (Lit.: GA 104, S. 123)
Die Astralwelt als gläsernes Meer
Aus der Apokalypse des Johannes erhellt sich auch der Zusammenhang des gläsernen Meeres mit dem Aufstieg von der Sinneswelt zur Astralwelt und weiter zum Devachan im Zuge des Einweihungsweges:
„Das Buch stellt eine wirkliche Einweihung dar, ein Hinaufsteigen zunächst durch Lernen auf dem physischen Plan. Diese Stufe wird dargestellt, wo gesprochen wird von den sieben Briefen an die sieben Gemeinden. Die sieben Briefe stellen dar, was man zuerst zu lernen hat. Dann folgt eine Anzahl von Bildern; die führen uns hin auf den Astralplan. Dann sieht man Gruppen von Wesenheiten, die sich im Astrallicht verwandeln: «...und der da saß, war gleich anzusehen wie der Stein Jaspis und Sarder; und ein Regenbogen war um den Stuhl, gleich anzusehen wie ein Smaragd.» (Apk. 4, 3) — «Und vor dem Stuhl war ein gläsern Meer, gleich dem Kristall...» (Apk. 4, 6) - Durch das Transparente wird angedeutet das Wesen des Astrallichtes. Im Astrallicht sieht man durch die Gegenstände hindurch, sie erscheinen gläsern. Die ganze Astralwelt ist wie ein gläsernes Meer.
Dann folgen die vier Tiere; die sollen darstellen die menschlichen Gruppenseelen. Sie waren außen und inwendig voll Augen und hatten keine Ruhe Tag und Nacht...: weil im Astralen fortwährende Bewegung ist und weil die astralen Augen überall sind und alles durchsichtig ist für sie, inwendig und ringsherum.
Wir sehen also, wie zunächst die Geheimnisse des physischen Planes geschildert werden und dann aus dem verschlossenen Buche heraus die astralen Imaginationen. Sie treten uns in Bildern entgegen.
Wenn der Seher die geistigen Wesenheiten eine Zeitlang im Astrallicht wahrgenommen hat, dann fangen sie an zu tönen. Als das sechste Siegel eröffnet wird, wird das geschildert in dem Ertönen der Posaunen. Das ist der devachanische Zustand: Der Seher wird hellhörend, sein hellhörendes Ohr wird aufgeschlossen.
Dann folgt die Stufe, wo der Schauende sein Bewußtsein über die ganze Welt erweitert. Dies wird angedeutet im Verschlingen des Buches. Es drückt aus das Hinaufsteigen in die Region der höheren geistigen Welten.“ (Lit.: GA 104a, S. 31f)
Literatur
- Rudolf Steiner: Die Apokalypse des Johannes, GA 104 (1985), ISBN 3-7274-1040-X pdf pdf(2) html mobi epub archive.org English: rsarchive.org
- Rudolf Steiner: Aus der Bilderschrift der Apokalypse des Johannes, GA 104a (1991), ISBN 3-7274-1045-0 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org English: rsarchive.org
- Rudolf Steiner: Vorträge und Kurse über christlich-religiöses Wirken, V, GA 346 (2001), ISBN 3-7274-3460-0 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org English: rsarchive.org
Literaturangaben zum Werk Rudolf Steiners folgen, wenn nicht anders angegeben, der Rudolf Steiner Gesamtausgabe (GA), Rudolf Steiner Verlag, Dornach/Schweiz Email: verlag@steinerverlag.com URL: www.steinerverlag.com.
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