GA 182

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Der Tod als Lebenswandlung

Sieben Einzelvorträge zwischen dem 29. November 1917 und 16. Oktober 1918 in verschiedenen Städten

Rudolf Steiner stellt in diesen Vorträgen dar, welche Bedeutung das durch die Kriegsereignisse der Jahre 1914 bis 1918 so sehr im Vordergrund des Geschehens stehende Todesereignis für die Toten selbst und für die auf der Erde Verbleibenden haben kann. Die Ausführungen bilden thematisch die Fortsetzung der im Band «Die Verbindung zwischen Lebenden und Toten» (GA 168) veröffentlichten Vorträge.

Inhalt

Die drei Reiche der Toten. Das Leben zwischen Tod und neuer Geburt

Das Mysterium von Golgatha. Die Bedeutung der Naturwissenschaften in unserer Zeit. Theologie als Hindernis für das Begreifen des Christus. Einwirken der Toten und des Christus auf das menschliche Schicksal. Das Wiedererscheinen des Christus im Ätherischen.

Bern, 29. November 1917

Der Tod als Lebenswandlung

Die Beziehungen zu den Toten. Einwirkung Toter in Blut und Nervensystem. Prinzip der Umkehrung im Verkehr mit Toten. Einschlafen und Aufwachen. Verbindung des Gefühlslebens mit Vorstellungen. Das Verhältnis der Lebenden zu den jüngeren und älteren Verstorbenen: Mitgefühls-Schmerz und egoistischer Schmerz. Totenfeiern für Jung- und Alt verstorbene. Geschichtliches, soziales, ethisches Leben abhängig vom Verkehr zwischen Lebenden und Toten.

Nürnberg, 10. Februar 1918

Mensch und Welt

Wirkung der Geisteswissenschaft auf Vorstellen, Fühlen und Wollen. Naturwissenschaftliche Vorstellungen im Sozialen zerstörerisch. Mensch als Mikrokosmos im Makrokosmos. Laboratorium soll Altar werden. Ungeschick durch Einseitigkeit. Intellekt bewirkt Instinktlosigkeit. Instinkt muß spiritualisiert werden. Wahrnehmung des Geistes durch «Herstellung eines anderen Tempos». Schule sollte für das ganze Leben Impulse geben. «Weltenschulmeister» Wilson.

Heidenheim, 29. April 1918

Zeichen der Zeit. Osten, Westen, Mitteleuropa

Ursprung des Wortes «Gott». Erdenleib, Erdenseele, physische Kultur, geistige Kultur. Die Kirchen. Was ist es, was gemeinhin als «Gott» verehrt wird? Der Osten und die neue Geistigkeit. Leninismus als bitterste Ironie. Tagore, Aufgabe Mitteleuropas zwischen Orient und Anglo- Amerikanismus.

Ulm, 30. April 1918

Das Sich-Aufbäumen der Menschen gegen den Geist

Beziehungen zwischen Lebenden und Toten. Einschlafen und Aufwachen. Die Toten als Berater der Lebenden. Lloyd George, Matthias Erzberger. Goethes Entwicklung. Faust und Wagner. Mephisto, Luzifer und Ahriman. Die Psychoanalyse. Otto Weininger. Max Dessoir. Oscar Hertwig. Gibbon. Treitschke. Begabtenprüfungen.

Hamburg, 30. Juni 1918

Was tut der Engel in unserem Astralleib?

Das Wirken der Hierarchien im Menschen. Ziele künftiger Menschheit: Brüderlichkeit, Religionsfreiheit, Einsicht in die geistige Natur der Welt. Luzifers und Ahrimans Gegenwirkungen: Sexualinstinkte, krankmachende Wirkungen von Heilmitteln, Mißbrauch der Technik.

Zürich, 9. Oktober 1918

Wie finde ich den Christus?

Atheismus Krankheit, Leugnung des Christus Unglück, Leugnung des Geistes Idiotismus. Das Mysterium von Golgatha und die Wissenschaft. Harnack. Die Menschheitssituation zur Zeit des Mysteriums von Golgatha. Das Jahr 333. Entstehung der Evangelien durch atavistisches Hellsehen. Tertullian. Das Jahr 666. Justinian. Akademie von Gondishapur. Mohammed. Konzil von Konstantinopel von 869. Angelus Silesius. Johannes Müller. Sprache als Gebärde. Wilson und Herman Grimm.

Zürich, 16. Oktober 1918

Literatur

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Urs Schwendeners Nachschlagewerk Anthroposophie unter weitestgehender Verwendung des Originalwortlautes Rudolf Steiners.
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