Jahve

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Jahve oder Jehova (hebr. יהוה = JHWH wird als Tetragramm geschrieben und setzt sich - von rechts nach links gelesen - zusammen aus den 4 Buchstaben jod(י), he(ה), waw(ו), he(ה)) ist einer der sieben Elohim, die die eigentlichen Schöpfer und Lenker unserer Erdentwicklung sind, von denen in der Genesis berichtet wird. Ursprünglich hatte Jahve wie die andern Elohim seinen Wohnsitz auf der Sonne. Nach der Trennung von Sonne und Erde und der weiteren Ablösung des Mondes von der Erde, nahm er auf dem Mond seinen Aufenthalt und sendet von hier mit dem reflektierten Mondenlicht seine reife Weisheit der Erde zu. Jahve wird daher zurecht auch als Mond-Gottheit verehrt.

Jahve legte in den Astralleib des Menschen das Gruppen-Ich hinein, um ihn vorzubereiten, später das individuelle Ich zu entwickeln. Zusammenen mit den anderen Elohim gab Jahve dem Menschen das Ich, indem er das, was als Geistiges in der Luft lebte, in ihn einströmen ließ:

"Da machte Gott der HERR den Menschen aus Erde vom Acker und blies ihm den Odem des Lebens in seine Nase. Und so ward der Mensch ein lebendiges Wesen." (1 Mose 2,7)

Später, im Neuen Testament, wird der Christus als "Gott der HERR" bezeichnet, doch Jahve ist nicht Christus, sondern gleichsam nur seine Vorherverkündigung. Ehe der Christus mit der Jordan-Taufe zum irdischen Dasein herabgestiegen war, offenbarte er sich durch die Gemeinschaft der sechs auf der Sonne verbliebenen Elohim, und Jehova lenkte vom Mond aus wie durch einen Spiegel diese im Licht strahlende Christus-Kraft zur Erde nieder. Bevor der Christus selbst zum Erdenleben herabstieg, sandte er mit Jehova gleichsam sein Spiegelbild voraus, um sein Erdenwirken vorzubereiten.

Als Jehova dem Moses im brennenden Dornbusch erschien war und dieser nach seinem Namen fragte, sagte er zu Moses, um auf die Quelle der Ich-Kraft hinzuweisen:

"Ich bin der Ich-bin" (2 Mose 3,14)

Nur wurde Jahve damals noch nicht im einzelnen individuellen Ich, sondern im Gruppen-Ich des hebräischen Volkes empfunden. Im individuellen Ich kann nur der Christus empfangen werden, seit dieser durch den Tod auf Golgatha hindurchgegangen ist.

Als Mond-Gottheit wirkt Jehova insbesondere auf alle menschlichen Organe, die mit den Mondenkräften zusammenhängen, also auf das Gehirn einerseits und auf die Fortpflanzungsorgane anderseits. Das „auserwählte Volk“ zeichnete sich tatsächlich von Anfang an durch seine besondere Fruchtbarkeit und seine (an das Gehirn gebundene) Verstandesbildung aus, die die atavistischen hellseherischen Fähigkeiten zurückdrängte. Das Volks-Ich und rollt mit dem Blut fort, d.h. mit der Vererbungsströmung, in der Jahve für den Menschen weitgehend unbewusst wirkt. Bewusst wirkte Jehova aber in der Verstandestätigkeit, seit er mit Abraham seinen Bund geschlossen hatte. Die Kräfte, die früher nur durch die alte Hellsichtigkeit zugänglich waren, zogen nun bei Abraham in die innere menschliche Organisation ein. Abraham entwickelte dadurch mit seinem Gehirn ein physisches Organ, mit dem er sich - ohne Hellsichtigkeit - rein durch das Denken zum Göttlichen erheben konnte, und diese Organ vererbte er auf seine Nachkommen und prägte damit die Mission des hebräischen Volkes. Zu diesem Bild gehört auch die überlieferte Legende, nach der Abraham als Erfinder der Arithmetik gilt. Diese von Jehova geleitete Entwicklung zielte also auf die Verstandesseele, die im hebräischen Volk in besonderer Weise ausgebildet werden sollte, und die zur Zeit der großen Propheten im letzten vorchristlichen Michaelzeitalter, der Achsenzeit nach Karl Jaspers, zur Reife gelangte.

Die Verstandesbildung ist untrennbar mit der luziferischen Versuchung verbunden. Durch den Sündenfall hat der Mensch vom Baum der Erkenntnis gegessen, sollte aber nicht auch noch vom Baum des Lebens essen. Die Verstandesseele bildet sich, wie wir durch Rudolf Steiner wissen, durch die unbewusste Arbeit des Ich am Ätherleib aus. Der Ätherleib wird aber dadurch in gewisser Weise beeinträchtigt, die Lebenskräfte werden teilweise dem Organismus entzogen, und Krankheit und Tod sind dadurch in das Menschengeschlecht getreten. Später, d.h. in nachchristlicher Zeit, soll durch die Verbindung mit dem (ätherischen) Christus durch die bewusste Arbeit am Ätherleib der Lebensgeist ausgeformt werden. Dann werden wir mit Hilfe des Christus neues Leben schöpferisch hervorbringen und dann werden wir dadurch auch vom Baum des Lebens essen dürfen.

Weblinks

  • JHWH - Artikel in der deutschen Wikipedia.